Sind Hunde am Arbeitsplatz erlaubt?

Ob Hunde am Arbeitsplatz erlaubt sind, ist eine Frage, die pauschal nicht beantwortet werden kann. Es gibt kein universelles Gesetz, das sie entweder verbietet oder ihnen ein explizites Recht für den Aufenthalt im Büro zuspricht. Stattdessen muss eine solche Anfrage mit dem Arbeitgeber besprochen werden. Schlussendlich liegt die Entscheidungsmacht darüber, ob Sie Ihren Hund mit zur Arbeit nehmen dürfen bei ihm.

Dabei sollten auch die Befindlichkeiten der Kollegen berücksichtigt werden. Insbesondere wenn Allergien oder Ängste vorliegen, kann ein Hund das Betriebsklima verschlechtern und die allgemeine Performanz senken.

Einige internationale Unternehmen haben eine eigene „dog policy“ und legen ihren Mitarbeitern sogar ans Herz, ihre Hunde mit ins Büro zu nehmen. In größeren deutschen Unternehmen, in denen viele Mitarbeiter auf kleinem Raum zusammenarbeiten, ist das Thema „Hunde am Arbeitsplatz“ schon deutlich schwieriger.

Letztendlich kommt es auf die Einstellung des betrieblichen Umfeldes und insbesondere des Chefs an, ob Sie Ihren Hund mit zur Arbeit nehmen dürfen. Die wichtigste Regel bei einem solchen Vorgehen ist immer die offene Kommunikation. Bringen Sie Ihren Hund auf keinen Fall ohne Vorwarnung mit ins Büro.

Welche positiven Effekte ein Hund am Arbeitsplatz auf die Arbeitsatmosphäre haben kann

Wenn Sie Ihren Hund mit ins Büro nehmen wollen, sollten Sie das Gespräch zu Ihrem Chef suchen und ihm sachliche Argumente dafür liefern, dass ein Vierbeiner eine Bereicherung für das Unternehmen wäre. Es schadet auch nicht, schon vorher mit den Kollegen über das Thema zu reden. Wenn Ihr Vorgesetzter hört, dass alle anderen mit Ihrem Vorhaben einverstanden sind, ist er möglicherweise eher dazu geneigt, Ihrer Anfrage stattzugeben.

Nachweislich beeinflussen Vierbeiner die Stimmung und das Verhalten der anwesenden Mitarbeiter positiv. Es gibt zahlreiche Studien, die beweisen, dass Hunde am Arbeitsplatz einen stresslindernden und entspannenden Effekt ausüben. In Büros mit Vierbeinern herrscht eine freundlichere, harmonische Atmosphäre. Wütende Diskussionen unter den Kollegen bleiben größtenteils aus. Durch einen Hund am Arbeitsplatz gibt es für die Pausen ein gutes Gesprächsthema und es wird der Zusammenhalt im Büro gefördert.

Beim gelegentlichen Streicheln des Hundes setzt sich im Körper der Mitarbeiter das Glückshormon Oxytocin frei. Dadurch fällt die Anspannung von ihnen ab und sie können anschließend fokussierter weiterarbeiten.

In den Pausen müssen Sie mit Ihrem Hund an der frischen Luft spazieren gehen, damit er sich bewegen und erleichtern kann. Das ist deutlich gesünder, als die freie Zeit im stickigen Büro zu verbringen.

Selbst körperliche Vorteile durch Hunde am Arbeitsplatz wurden in Studien nachgewiesen. In Büros mit Vierbeinern traten seltener Kopfschmerzen, Burnouts, Bluthochdruck und Verdauungsprobleme bei den Mitarbeitern auf. Dementsprechend profitieren Arbeitgeber von einer besseren Arbeitsleistung und weniger Fehltagen, wenn sie erlauben, Hunde mit zur Arbeit zu nehmen.

Welche Hunde am Arbeitsplatz erlaubt sind

Es gibt bestimmte Kriterien, die es erschweren, dass Ihr Chef Ihren Hund am Arbeitsplatz erlaubt. An erster Stelle steht dabei die Erziehung. Ein unerzogener Hund am Arbeitsplatz stört die Mitarbeiter bei ihren Aufgaben und wird Schwierigkeiten haben, sich über einen längeren Zeitraum ruhig zu verhalten. Aufgedrehte Tiere könnten versehentlich die Lowboards zerkratzen, mit Rollcontainern spielen oder die Büromöbel kaputtmachen.

Denken Sie daran, dass es auch mehrere Hunde am Arbeitsplatz geben kann. Deshalb sollte Ihr Hund den Umgang mit fremden Tieren und Menschen gewohnt sein. Aggressive oder ängstliche Verhaltensweisen sind für Bürohunde untauglich.

Ihr Hund muss in der Lage sein, mehrere Stunden auf seinem Platz zu bleiben und leise zu sein. Junge Welpen eignen sich daher nicht als Bürohunde. Sie sind noch zu unerzogen und wild. Welpen brauchen viel Bewegung und müssen oft nach draußen, um sich zu erleichtern. Wenn Sie einen jungen Hund mit ins Büro mitnähmen, müssten Sie einen großen Teil Ihrer Arbeitszeit Ihrem Hund widmen, da er in dem Alter noch sehr aufmerksamkeitsbedürftig ist. Auch für den Vierbeiner selbst wären die Hektik und die vielen Mitarbeiter im Büro vermutlich nicht so angenehm.

Anders ist das sobald Ihr Hund erzogen und sozialisiert ist. Er sollte Verständnis dafür haben, dass Sie sich nicht immer um ihn kümmern und ihn möglicherweise auch mal im Büro allein lassen müssen. In diesem Fall ist es gut, wenn er noch andere Bezugspersonen auf Ihrer Arbeit hat. In einem freundlichen Umfeld kann er sich in Ihrem Büro fast so wohlfühlen wie zuhause.

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